Die Überwindung die es kostet, etwas zu tun, das nur für einen selbst gut ist.
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Vergleiche - Perspektive zur gesellschaftlichen Verrohung

Menschen lieben es Vergleiche anzustellen.

Der Preisvergleich beim Einkauf ist Voraussetzung für einen ökonomischen Umgang mit dem Budget, der Markt lebt vom Vergleich, Wohlstand und Lebensgrundlage wird durch die genaue Beobachtung des Preis-Leistungsverhältnis in die eigene Hand genommen. Der Mensch kauft bewusst und verantwortungsvoll.

Der Vergleich im sozialen Umfeld bildet das Selbstbewusstsein und bestimmt die Art und Weise wie wir uns, und unsere Umgebung wahrnehmen.

Wenn wir Orte vergleichen, beeinflusst das unser Wohlbefinden. Unsere Erfahrungen werden mit den derzeitigen Einflüssen verglichen, damit wir ein aktuelles Bild unserer Zufriedenheit machen können.

Vergleichen wir uns mit unseren Mitmenschen, können wir angemessene Reflektionen gestalten, unser Dasein wird bewusst, wir können etwas von Wert und Aussagekraft von uns geben, oder für uns behalten.

Wer nicht vergleicht, keine Relationen wahrnimmt, oder einfach keine angebrachten Erfahrungen seiner Einstellung gegenüberstellen kann, muss sich informieren um seine Menschlichkeit zu bewahren.

Es gibt nichts gegen den Komfort des Unwissens einzuwenden. Die Probleme in der Gesellschaft entstanden durch die induzierte Einbildung wir müssten alles wissen.

Ich will garnicht wissen wieviel (im wesentlichen unwichtige) Information unser Gehirn vollschmiert mit Fantasien, die uns das Trugbild von WISSEN, und somit Recht über Dinge nachzudenken, vermittelt, von denen wir keine Ahnung haben.

Wer nicht vergleicht zeigt nicht nur eine Gleichgültigkeit für sein eigenes Leben, sondern ist auch bereit, sich selbstgerecht um niemanden sonst zu scheren.

Jeder der rohe und unverschämte Hasstiraden gegen Flüchtlinge tätigt, hat meiner Meinung nach keine Vergleiche angestellt. Die Informationsgesellschaft vermittelt ihm das Recht eine Meinung zu haben, über etwas, wovon er KEINE AHNUNG hat.

Informationsgesellschaft. Ich muss kotzen wenn ich das nur schreibe. Unsere Gesellschaft lebt nicht mehr von der Menschlichkeit, sondern von Wissen. Wir haben unsere Fähigkeit ehrliches Mitgefühl aufgegeben, um uns mit Wissen zu bereichern. Falsch oder Wahr, Hauptsache wir wissen was über Thema XY.

Blödheit ist nicht Unwissenheit. Blödheit ist nicht das falsche Sagen. Blödheit ist nicht Fehler machen.

Blödheit ist das falsche denken, und sich dabei im Recht sehen.
Das ist Blödheit, und es ist der Untergang der 'modernen' Menschheit, und Katalysator für Hass, Ungerechtigkeit und unnötigen Kummer.

7.1.10 20:21
 


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